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Niccolo Machiavelli - Biographie


1531

Rom - Blick über die Engelsbrücke

Die 'Discorsi di Niccolo Machiavelli cittadino, et segretario fiorentino, sopra la prima deca di Tito Livio, a Zanobi Buondelmonti, et a Cosimo Rucellai.' erscheinen mit ausdrücklicher Erlaubnis Papst Clemens VII.


1532

Papst Clemens erteilt der vatikanischen Druckerei die notwendigen Privilegien, um Machiavellis 'Il Principe', gewidmet Lorenzo di Piero de´ Medici, und weitere Texte zu drucken.


1559

Auf Betreiben der Jesuiten läßt Papst Paul IV. alle Schriften 'Nicolaus Macchiauellus', darunter natürlich auch 'Il Principe' auf den Index auctorum et librorum prohibitorum' setzen. Dieses päpstliche Verbot wird 1564 anläßlich des Trientiner Konzils bestätigt - ein Autor, der knapp dreissig Jahre vorher in der päpstlichen Druckerei publiziert worden war, nun ist Machiavelli 'persona non grata' und der Beschäftigung mit seinem Werk wird stets etwas Dämonisches anhaften.

Aber auch von protestantischer Seite regt sich früh eine massive Verteuflung Machiavellis. 1576 veröffentlicht Innocent Gentillet das Werk "Adversus N. Machiavellum", Index Librorum Prohibitorumwobei er die Gedanken des Florentiners in ein Verhältnis zur Bartholomäusnacht (24.8.1572) bringt. Wieder verdirbt ein Mitglied der Familie Medici (hier die Königinmutter Katharina von Medici, die entscheidend verantwortlich für dieses inszenierte Massaker ist) die Karriere Machiavellis.

Aber menschlich, allzumenschlich: das Verbotene zieht am meisten an! Der Name Machiavelli wird fortan instrumentalisiert: böse und machiavellistisch ist äquivalent. Im englischsprachigen Raum ist Old Nick (von Niccolo) die Bezeichnung für den Teufel.