Friederike Hausmann: Zwischen Landgut und Piazza Der Alltag von Florenz in Machiavellis Briefen.

 

Niccolò Machiavelli, Philosoph, Staatsmann, Dichter und eine der umstrittensten Gestalten der europäischen Kulturgeschichte, nahm sein Leben lang begierigen Anteil am Alltagsleben seiner Vaterstadt, an den kulturellen Strömungen, den Festen, am politischen Streit, der auf der Piazza, und den Komplotten, die in den Privathäusern und auf den Landgütern der Umgebung angezettelt wurden. In der Idylle seines in der Nähe von Florenz gelegenen Landsitzes, wohin Machiavelli zeitweise in die Verbannung gehen mußte, sind einige der schönsten seiner Briefe entstanden. Keine der damals üblichen rhetorischen Selbstdarstellungen, sondern und darin ganz modern - intime Mitteilungen, politische Kommentare und Zeugnisse der strategischen Verstellung einer öffentlichkeitshungrigen Persönlichkeit. Friederike Hausmann hat einige dieser Briefe ausgewählt, zum Teil neu übersetzt (Sie bemerkt in Ihrer einleitung, dass die meisten bisherigen Übersetzungen der Briefe vor Fehlern nur so strotzen!)und mit ausführlichen, inhaltsreichen Kommentaren versehen. So erschließt sich dem Leser über die Person Machiavellis hinaus ein facettenreiches Bild des politischen und gesellschaftlichen Lebens um die Wende des 15. zum 16. Jahrhundert.

 

Die Kapitel lauten:

Florenz - Famileinkrach und Weltpolitik

Die Spielregeln: Korruption als System

Eine zerbrechliche Idylle

"Was mir geblieben ist, sind Freunde und Verwandte"

Die Liebe zu den Frauen und die Liebe zu Florenz